Digitale Prozesse, globale Zusammenarbeit und interkulturelle Kommunikation standen im Mittelpunkt eines praxisnahen Planspiels der Studierenden des Internationalen Managements und Internationalen Marketings. In einer internationalen Konferenz entwickelten sie Lösungen für ein fiktives global agierendes Unternehmen.
Praxisnähe und der Bezug zu realen beruflichen Herausforderungen sind wichtige Bestandteile aller Vertiefungsrichtungen an der Dr. Buhmann Akademie. Im Rahmen ihres Projektunterrichts haben Studierende des Internationalen Managements und Internationalen Marketings nun ein anspruchsvolles Planspiel durchgeführt, bei dem sie in die Rollen von Unternehmensleitung, Standortverantwortlichen und Fachbereichen schlüpften.
Ausgangspunkt war eine fiktive Weberei mit mehreren internationalen Produktionsstandorten. Ziel der Konferenz war es, digitale Prozesse standortübergreifend zu vereinheitlichen und dabei sowohl internationale Standards als auch kulturelle und rechtliche Besonderheiten der einzelnen Länder zu berücksichtigen. Die Studierenden beschäftigten sich unter anderem mit Fragen der Produktionssteuerung, des Qualitätsmanagements und der Transparenz entlang globaler Lieferketten.
Ein Schwerpunkt lag auf der Entwicklung gemeinsamer digitaler Strukturen. Durch einheitliche Datenmodelle und kompatible Systeme sollten Prozesse besser aufeinander abgestimmt und Informationen zwischen den Standorten effizienter nutzbar gemacht werden. Dabei spielten auch Themen wie Personalmanagement, Wissensweitergabe und globales Marketing eine wichtige Rolle.
Auch die Zusammenarbeit in internationalen Teams wurde intensiv behandelt. Die Studierenden erarbeiteten Richtlinien für Kompetenzentwicklung, Compliance und standortübergreifendes Wissensmanagement. Gleichzeitig wurde deutlich, dass globale Standards nur dann erfolgreich umgesetzt werden können, wenn lokale Rahmenbedingungen und kulturelle Unterschiede berücksichtigt werden. Dazu gehörten beispielsweise unterschiedliche Kommunikationsstile, Erwartungen an Arbeitszeiten oder rechtliche Besonderheiten.
Im Bereich Marketing entwickelten die Studierenden eine Strategie, die eine einheitliche globale Markenidentität mit der Anpassung an lokale Märkte verbindet. Gemeinsame CRM- und Analyseplattformen sollten dabei helfen, Kundenverhalten international vergleichbar zu machen, während Kampagnen weiterhin auf kulturelle Besonderheiten der jeweiligen Märkte eingehen.
Die Konferenz zeigte, wie komplex internationale Unternehmensführung in der Praxis sein kann. Die Studierenden überzeugten durch fundierte Analysen, durchdachte Lösungsansätze und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein. Mit dem Planspiel gelang ihnen ein praxisnaher Abschluss des Projektunterrichts, der digitale Innovation, internationale Zusammenarbeit und interkulturelle Kompetenz miteinander verband.