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Verfassungsschutz berichtet angehenden Informatikern über Cyberkriminalität

17. Januar 2018 | Aktuelles | Jonas Pallentin

Harald Bunte vom Niedersächsischen Verfassungsschutz klärt über die Gefahren durch Hackerangriffe und Wirtschaftsspionage im Internet auf.

Das war ein besonderer Expertenvortrag, den die angehenden Kaufmännischen Assistenten für Informationsverarbeitung und die Schüler der Fachoberschule Informatik am Montag erlebten. Einen Einblick in Wirtschaftsspionage und die Arbeit ausländischer Nachrichtendienste im Internet bekommt man schließlich nicht alle Tage. Darüber klärte Harald Bunte, der für den niedersächsischen Verfassungsschutz mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsschutz arbeitet, die Fachoberschüler und Berufsfachschüler in einem Vortrag auf.

Mehr als 740 Millionen verschiedene Schadsoftwares wie Viren oder Trojaner stellen inzwischen eine scheinbar endlos große Bedrohung im Internet da. Dabei geht Wirtschaftskriminalität im Internet gleichermaßen von Kriminellen wie auch von ausländischen Nachrichtendiensten aus. Diese verfügen über ganz andere Möglichkeiten als die deutschen – rechtlich wie personell. Wirtschaftsspionage ist den deutschen Nachrichtendiensten verboten, andere Nationen beauftragen ihre Geheimdienste genau damit. Auch verfügen diese über ganz andere Ressourcen. In allen russischen Nachrichtendiensten arbeiten zusammengezählt etwa 400.000 Mitarbeiter. Die chinesische Staatssicherheit alleine beschäftigt etwa 1 Millionen Menschen.

Dass sich ausländische Nachrichtendienste nur gegenseitig ausspähen oder der Schutz vor Wirtschaftsspionage durch Konkurrenten ein ausschließliches Thema für Weltkonzerne ist, ist ein Trugschluss, wie Bunte berichtet. Er präsentierte den angehenden Informatikern Beispiele, wie bereits mittelständische und sogar Kleinunternehmer durch Konkurrenten etwa durch manipulierte Router ausgespäht worden seien. In seinem Beruf knüpft Bunte genau hier an, sensibilisiert und berät Unternehmen.

Es komme nicht auf millionenstarken Umsatz an, um Opfer von Wirtschaftsspionage zu werden, es reiche ein Technologievorsprung, mahnte Bunte. Den Fachoberschülern und Berufsfachschülern, die später möglicherweise für die IT-Sicherheit eines Unternehmens verantwortlich sein werden, gab er einerseits gute Berufschancen mit auf den Weg. Andererseits rief er dazu auf, sich im späteren Job hartnäckig für die Sicherheit des Firmennetzwerks stark zu machen.

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Dr. Buhmann Eule